Was ist uns wichtig? (Konzept)

Das einzelne Kind

Das Kind steht im  Mittelpunkt. Es soll sich wohl und angenommen fühlen. Wir holen das Kind dort ab, wo es gerade steht. 
Das Kind entscheidet selber, wo, was und mit wem es spielt. Bei gemeinsamen Aktivitäten entscheidet es selber, ob es mitmachen will.
Wir bleiben wertfrei (niemand ist besser oder schlechter) und nehmen das Kind ernst.
Wir versuchen, seine Stärken zu erkennen und unterstützen es in seiner Selbständigkeit.
Das Kind soll seiner Fantasie freien Lauf lassen können.

Die Gruppe

Wir fördern die Gemeinschaft, ein gutes Klima und den Spass in der Natur.
Bei Konflikten warten wir zunächst zu. Bei Gewalt greifen wir ein und versuchen mit den Kindern zusammen Lösungen zu finden.
Wir haben klare Regeln für das Miteinander (einander nicht wehtun, Stopp-Regel), aber auch für die Sicherheit (s.u.). Wir geben klare Anweisungen und setzen Grenzen.

Aktivitäten

Ein idealer Waldmorgen fördert Gemeinschaftserlebnisse, bezieht die Sinne, die Jahreszeiten, Musik und Sprache mit ein und beinhaltet sowohl feste Strukturen und Rituale als auch Raum für Spontanes.
Das Freispiel ist uns sehr wichtig.
Je weniger fertige Spielsachen vorhanden sind, desto mehr sprechen die Kinder miteinander (Sprachentwicklung!). In der Gruppe lernen die Kinder, aufeinander zu achten und lernen voneinander. Alle Sinne werden angesprochen: Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, sowie Fein- und Grobmotorik. Phantasie und Kreativität werden angeregt! Es gibt im Wald keine Reizüberflutung. Der Bewegungsdrang darf ausgelebt werden, Aggressionen verpuffen. Aber auch Ruhe kann gefunden werden.
Wir beobachten die Kinder und begleiten sie manchmal ins Spiel.
Wir haben verschiedene Angebote, alle freiwillig und wechselnd: Schaukel, Hängematte, Seile, Sägen am 'Sagiplätzli', einige Schaufeln und Kesseli, Spiel, Basteln…
Feste Rituale mit Anfangskreis, Znüni, Versli und Liedli, Schlussgeschichte gehören zum Morgenablauf. 
Im Winterhalbjahr machen wir ein Feuer und können darauf Würstli bräteln.

Natur

Wir möchten bei den Kindern die Freude an der Natur wecken und sie sensibilisieren, was gerade passiert (mit den Jahreszeiten etc.).
Wir gehen achtsam mit der Natur um. Z.B. gesunde Bäume, Sträucher sägen wir nicht an, dafür dürfen wir alle Schätze, die am Boden liegen, brauchen und unserer Fantasie freien Lauf lassen. 

Elternkontakte

Der Austausch mit den Eltern ist uns sehr wichtig. Wir nehmen ihre Sorgen und Anregungenernst und sind offen für Gespräche. Die Eltern haben die Möglichkeit, schriftlich Rückmeldung zu geben. Auf Wunsch wird ein Gespräch vereinbart.

Eingewöhnen

Wir sind uns bewusst, dass es für viele Kinder ein grosser Schritt ist, wenn sie das erste Mal die Spielgruppe besuchen. Wir unterstützen die Eltern dabei, ihr Kind zu ermuntern und es loszulassen, wenn sie sicher sind, dass es für sie und das Kind gut ist. Manchmal hilft es auch, dem Kind ein Nuscheli, Plüschtier, etc. mit auf den Weg zu geben. Je klarer die Eltern sind, desto besser kann das Kind sie loslassen.

Sicherheit

Die Notapotheke ist immer dabei, die Leiterinnen haben den Kinder-Nothelferkurs absolviert.
Das Seil markiert die Grenze. Wir essen nichts, was im Wald wächst (Fuchsbandwurm, Pilze). Vor dem Essen waschen wir immer mit Seife die Hände.
Wenn es stürmisch und somit gefährlich ist im Wald, behalten wir uns vor, den Morgen im Spielgruppenraum zu verbringen.

Besondere Ereignisse

Geburtstag, Lebkuchenverkauf am Frutigmärit, Samichlaus, Waldabend, Kasperlitheater, Abschlussbräteln

Das Team

Wir sind voll präsent und sind Vorbilder für die Kinder. Wir achten auf jedes Kind.
Wir teilen die Verantwortung für die Arbeiten und die Aktivitäten klar auf.
Wir haben vor jedem Quartal eine Quartalssitzung, nötigenfalls mehr.
Wir gehen wohlwollend miteinander um und geben einander klare Rückmeldungen.
Wir sind offen für neue Ideen und bilden uns weiter.
Einmal im Jahr nehmen wir uns Zeit für einen Teamtag.

Organisatorisches

Kosten 

23.- pro Waldmorgen + einmaliger EV-Beitrag 35.-
Die Beträge werden pro Quartal verrechnet und bei der Leiterin bezahlt.

Gruppengrösse

max. 12 Kinder bei 2 zertifizierten Leiterinnen und ev. einer Praktikantin/Begleiterin

Zeit und Ort

Wir treffen uns während der Schulzeit mittwochs um 8.30 am Tanzplatz (Start Vitaparcours) und gehen gemeinsam zum Waldplätzli. Wir haben zwei Plätzli im Guferwald; im Winterhalbjahr sind wir auf dem oberen Plätzli mit der Feuerstelle.